Wissenschaftlicher Ansatz

Die Stiftung St.Galler Zentrum für das Buch ist einem integralen buchwissenschaftlichen Ansatz verpflichtet. Die methodisch-theoretische und inhaltliche Beschäftigung mit dem mehrdimensionalen Gegenstand Buch erfordert aus objektiven, sachgemässen Gründen verschiedene Fächer und Wissenschaftsgebiete, die das Medium Buch einschliesslich des Zeitschriftenwesens systematisch und interdisziplinär erforschen. Nach Prof. Dr. Ludwig Delps Vorschlag wird dieses Ensemble aus kultur-, geistes-, sozial-, wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Fächern und Sachgebieten mit der Pluralform „Buchwissenschaften" bezeichnet.

Sinn und Bedeutung dieses Begriffs entsprechen einer so genannten Querschnittswissenschaft, die sich aus verschiedenen, auf einen Gegenstand fokussierten, Disziplinen zusammensetzt.
Buchwissenschaften in diesem Verständnis behandeln das Buch als

  • Medium und Überlieferungsträger für Texte und Bilder in handschriftlicher, gedruckter und elektronischer Form,
  • Kulturgut und Ware, 
  • Gegenstand verschiedener Rechtsbereiche, 
  • Werk geistiger und technischer Herstellungsprozesse, 
  • Faktor des Kultur- sowie Literaturbetriebs und von deren Segmenten Produktion, Distribution und Rezeption.

Unter diesen Aspekten wird das Buch in seiner Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft im geschichtlichen Wandel und im Kontext gegenwärtiger technologischer Entwicklungen aus unternehmerischer und ökonomischer, aus rechts- und kulturwissenschaftlicher Sicht zum Objekt integraler Forschung und Lehre.

Im Verständnis der St.Galler Stiftung für das Buch bedeutet „integral"

interdisziplinär,
intermedial, 
interkulturell, 
international.

Unter diesen Voraussetzungen und im Horizont dieser Themen und Inhalte kooperiert die Stiftung mit anderen Institutionen und Organisationen. Sie bemüht sich zum einen um den Aufbau eines buchwissenschaftlichen Netzwerkes in der Schweiz, zum anderen um dessen Verknüpfung mit dem internationalen buchwissenschaftlichen Netzwerk.